Wissen, was der eigenen Gesundheit hilft, und dementsprechend handeln – das bezeichnen Experten als Gesundheitskompetenz. Am Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) in Trier trafen sich Wissenschaftler, um ihre Erkenntnisse zu teilen.

Gesundheitskompetenz im Zentrum des Interesses

Wer gelernt hat, auf seinen Körper zu achten, hat gute Chancen, gesund durchs Leben zu gehen. Wie Menschen diese Fähigkeiten, gesundheitsbewusst zu handeln, erwerben, erforschen Wissenschaftler aus Psychologie, Medizin sowie Gesundheits-, Bildungs- und Informationswissenschaften. Experten aus Deutschland und Finnland trafen sich am Freitag, den 10. März 2017 am Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) in Trier, um sich über ihre Forschungsergebnisse auszutauschen.

Dabei kam immer wieder heraus: Der Grundstein für gesundheitsbewusstes Verhalten wird früh im Leben gelegt. Orkan Okan von der Universität Bielefeld untersucht Gesundheitskompetenz von Grundschülern. „Ihr Verhalten wird natürlich zunächst durch die Eltern bestimmt“, stellte er heraus. Dem stimmte Christiane Firnges vom Robert-Koch-Institut zu. Ihre Forschung hat Jugendliche im Blickpunkt. Auch bei ihnen beobachtet sie den Einfluss der Eltern. „Sie sind die erste Quelle, wenn es darum geht, Informationen zu bekommen“, sagte sie. „Zum Beispiel, was tue ich, wenn ich krank bin.“ 

Ohne Medienkompetenz geht es nicht

Jugendlichen fehle noch die Erfahrung mit Krankheiten, dem Gesundheitssystem an sich, aber auch mit der Bewertung von Informationen umzugehen, sagte Firnges. „Wenn sie zu Krankheiten etwas googeln, schauen sie sich die obersten Treffer an und denken, das seien die wichtigen.“ Entscheidend wäre es jedoch zu schauen, von wem die Informationen stammen, ob es sich um eine seriöse Quelle handelt. „Diese Bewertung hat etwas mit Medienkompetenz zu tun. Und die muss erworben werden“, so Firnges.

Dem pflichtete Maija-Leena Huotari von der University of Oulu in Finnland bei und ergänzte: „Auch ganz allgemeine Fähigkeiten wie Lesen und überhaupt der Zugang zu Medien bestimmen die Gesundheitskompetenz mit.“

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Neben dem Bewerten von Informationen spielt bei der Gesundheitskompetenz das Handeln eine entscheidende Rolle. Das heißt, nicht nur zu wissen, was dem eigenen Körper gut tut, sondern auch aktiv zu werden. Und diese Verhaltensänderung brauche mitunter Zeit, sagte Sonia Lippke von der Jacobs University Bremen. Der innere Schweinehund müsse bei vielen erst einmal überwunden und sportliche Aktivität in den Alltag eingebaut werden. „Regelmäßige Bewegung und ein angemessenes Körpergewicht sind jedoch wichtig, um langfristig etwas für die Gesundheit zu tun“, so Lippke. 

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Jürgen Wiese

In den Neunzehnhundertneunziger Jahren habe ich an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg Biologie studiert. Fachliche Schwerpunkte meines Studiums waren Mikrobiologie, Genetik, Biochemie und Ökologie. Danach arbeitete ich über 20 Jahre als Designer, Konzeptioner, Projekt-, Produkt- und Risikomanager, Unternehmensentwickler und Abteilungsleiter sowohl angestellt als auch freiberuflich in und mit den (neuen) Medien. Mit Mitte 40 besann ich mich wieder auf meine Wurzeln und habe mich zum Heilpraktiker für Psychotherapie ausbilden lassen. Ich arbeite seitdem freiberuflich als Therapeut und Coach. Meine methodischen Schwerpunkte sind Lösungsorientierte Beratung, Kontemplative Therapie, Systemische Naturtherapie und Beratung in der Mikrobiologischen Therapie. Ich bin Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V. und im Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie e.V.

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