Glück und Zufriedenheit

Alle Menschen haben bei aller Verschiedenheit etwas, das sie eint: Sie streben in ihrem Leben nach Glück und Zufriedenheit. Auch ein gemeinsames Leben als Paar soll den Partnern dabei vor allem Spaß machen. Wir möchten gerne bedingungslose Liebe und hingebungsvolle Lust erfahren, die offenherzige Zuneigung unseres Partners fühlen und eine berauschend schöne Zeit gemeinsam miteinander verbringen. Wir möchten unsere Höhepunkte mit dem Partner teilen, das gemeinsame Leben meistern und ohne Gefahr neue Erfahrungen sammeln.

Diese Erwartungen stellen wir häufig ganz automatisch und unbewusst an unseren Partner – und in der ersten Phase des frischen Verliebtseins gelingt es uns auch zumeist, diese Erwartungen zu erfüllen. Die moderne, flexible und gleichberechtigte Verteilung der Rollen in einer Partnerschaft scheint aber heute für viele Paare eine Herausforderung zu sein und belastet ihre Beziehung – häufig war die Rollenverteilung bei den eigenen Eltern und Großeltern noch eine traditionelle und kommt daher als Vorbild nicht in Frage.

Den Spaß an der Beziehung wieder neu entdecken

Paarberatung soll Paaren, die den Spaß in ihrer Beziehung verloren haben dabei helfen, diesen Spaß und die damit verbundene Leichtigkeit wieder neu zu entdecken.

In den Gesprächen werden dabei unterschiedliche Themen beleuchtet und besprochen:

  • heutige Leitwerte einer modernen, gleichberechtigten Partnerschaft
  • unbewusste Prinzipien, die bei der Wahl des Partners zum Tragen kamen
  • der unausgesprochene Vertrag zwischen den beiden Partnern
  • die Regeln respektvoller und gewaltfreier Kommunikation
  • Lebensgefährten, Liebende und Eltern als Ebenen in der Paarbeziehung
  • Unterschiede einer „frisch-verliebten“ und „erwachsenen“ Partnerschaft

Gleiche Rechte – gleiche Pflichten

In einer modernen Partnerschaft gibt sich keiner der Partner selbst auf, denn beide Partner sind ebenbürtig und haben die gleichen Rechte. Daraus folgt aber auch zwangsläufig, dass jeder der Partner bereit sein sollte, alles zu machen – denn beide haben auch die gleichen Pflichten.

In der Praxis heißt das natürlich nicht, dass jeder auch wirklich immer alles macht, denn beide Partner können (und sollten) die Aufteilung abstimmen. Dabei wird mit viel gegenseitigem Respekt darauf geachtet, dass keiner den anderen ändert. Über vorhandene Unterschiede in den Auffassungen, Werten und Fähigkeiten wird gesprochen. Über gegensätzliche Vorstellungen wird miteinander verhandelt und die Partner sprechen sich Wertschätzung und Dank aus für die Dinge, die sie leisten.

Respekt dank Paarberatung

In einer Paarberatung lässt sich lernen, dass im Alltag einer erwachsenen Partnerschaft die für den anderen empfundene Liebe sich vor allem als Respekt äußert. Die persönliche Art, die Unterschiedlichkeit des anderen, wird anerkannt und persönliche Grenzen werden nicht überschritten.

Jede Paarbeziehung braucht dabei ein Mindestmaß an Gemeinsamkeit, sonst existiert kein gemeinsames Fundament. Aus der Erkenntnis „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ lässt sich ein unbewusster Auftrag an den Partner ableiten: Sei wie ich.

Aber es heiß auch „Gegensätze ziehen sich an“, denn jede Paarbeziehung braucht auch ein gewisses Maß an Unterschiedlichkeit, sonst fehlt es der Partnerschaft an Lebendigkeit. Der unbewusste Auftrag dahinter lautet: Ergänze mich.

Und bei all dem brauchen alle Menschen ein Erleben von Zuwendung, Anerkennung und Wertschätzung genau so wie die Luft zum Atmen. Unbewusst lautet der Auftrag: Akzeptiere mich genau so, wie ich bin.

Jeder dieser Aufträge, die die frisch Verliebten sich in der anfänglichen Phase ihrer gemeinsamen Beziehung erfüllen ist gleichzeitig ein unausgesprochenes Versprechen, sich dieses Bedürfnis auch zukünftig zu stillen.

Paare, die ihre Liebe und ihr Leben miteinander teilen, gehen also ohne es genau zu wissen einen Vertrag ein. Der wichtigste Abschnitt dieses unbewussten Vertrags ist ein großes Versprechen: Wir befriedigen uns gegenseitig unsere grundlegenden Bedürfnisse.

Eine Paarberatung kann helfen, die Balance wiederzugewinnen

Viele Paare, die in die Beratung kommen, sind mit genau diesem Partnervertrag unzufrieden. Er scheint im Laufe der Beziehung aus der Balance gekommen zu sein. Der Vertrag wirkt unausgeglichen, irgendwie auch unangemessen und vielleicht veraltet. Das Ziel der Beratung ist es daher, nach Möglichkeit einen zur aktuellen Lebenssituation des Paares passenden Vertrag gemeinsam neu zu erarbeiten.

Das erfordert von beiden Partnern die Bereitschaft über sich hinaus zu wachsen, sich weiterzuentwickeln, sich auch selbst infrage zu stellen, dem stetigen Wandel gegenüber offen zu sein und bei all dem noch den Humor und den Spaß in der Beziehung nicht aus den Augen zu verlieren. Beide Partner entwickeln sich ständig weiter. Es gilt, die Unterschiedlichkeit des jeweils anderen zu akzeptieren und Inseln der Gemeinsamkeit zu finden, um wieder eine Liebe voller Wertschätzung und Respekt zu erleben.


Jürgen Wiese

In den Neunzehnhundertneunziger Jahren habe ich an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg Biologie studiert. Fachliche Schwerpunkte meines Studiums waren Mikrobiologie, Genetik, Biochemie und Ökologie. Danach arbeitete ich über 20 Jahre als Designer, Konzeptioner, Projekt-, Produkt- und Risikomanager, Unternehmensentwickler und Abteilungsleiter sowohl angestellt als auch freiberuflich in und mit den (neuen) Medien. Mit Mitte 40 besann ich mich wieder auf meine Wurzeln und habe mich zum Heilpraktiker für Psychotherapie ausbilden lassen. Ich arbeite seitdem freiberuflich als Therapeut und Coach. Meine methodischen Schwerpunkte sind Lösungsorientierte Beratung, Kontemplative Therapie, Systemische Naturtherapie und Beratung in der Mikrobiologischen Therapie. Ich bin Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V. und im Arbeitskreis für Mikrobiologische Therapie e.V.

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